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Die Kasseler Erwerbslosen-Initiativen sind ein Zusammenschluss von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern in Kassel und Umgebung seit Februar 1998.


Die Webseiten und dieser Blog werden noch als Archiv geführt.

20 Dezember 2006

Zwangsumzug für Arbeitslose

Reportage / Dokumentation

Rausgeschmissen - Zwangsumzug für Arbeitslose

Der Gesetzgeber sah mit der Einführung von Hartz IV vor, alle Menschen ohne eigenes Einkommen gleich zu stellen. [Anm.: Wie denn, wenn die einen z.B. ihre Warmwasserkosten über die variablen Nebenkosten von der Kommune bezahlt bekommen, die anderen sie über die Stromrechnung aus dem festliegenden Regelsatz vom Bund bezahlen müssen!]

Dabei wurde auch festgelegt, wie viele Personen eines Haushaltes in wie vielen Quadratmetern zu welchem Mietpreis wohnen dürfen. [Anm.: Nicht wirkl ich...]

Für die Umsetzung sind die Arbeitsgemeinschaften der Arbeitsagenturen und Kommunen (ARGE) zuständig. Mit einer sachgerechten Einzelfallprüfung sind deren Mitarbeiter aber offenbar oft überfordert. Und so kommt es angesichts der Knappheit an preiswertem Wohnraum immer wieder zu dramatischen Situationen.

Zum Beispiel bei Elisabeth, alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes. Sie war zwar sofort bereit, sich eine neue Wohnung zu suchen, aber als sie endlich eine preiswerte Genossenschaftswohnung gefunden hatte, fingen die Probleme erst an. Wer würde die Genossenschaftsanteile übernehmen, die sie selber nicht aufbringen konnte? Wer die Kosten für den Möbeltransport? Ein zäher Kampf mit der Behörde begann. Die Verzweiflung wächst

Auch Ulli und Birte erhielten die Nachricht, dass ihre Wohnung zu groß sei. Sie leben mit vier Kindern auf rund 120 Quadratmetern. Ulli hatte vor einem Jahr einen schweren Schlaganfall. Kurz danach wurde der Mietzuschuss gekürzt, eine Frist zum Auszug gesetzt. Aber noch bevor die Frist verstrichen war, wurde das Wohngeld ein weiteres Mal drastisch zusammengestrichen. Nun sucht die Familie verzweifelt eine billige Wohnung, Lebensunterhalt und Miete sind von ihrer "Hilfe zum Lebensunterhalt" einfach nicht zu bestreiten.

Unser Film begleitet diese und andere Familien über mehrere Monate bei ihrem manchmal verzweifelten Kampf um die eigene Wohnung.

http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID3324692,00.html

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Soweit das Schicksal von Menschen, die ALG II über die jeweilige ARGE beziehen.

Doch es geht auch anders: Das Frankfurter Wohnungsamt zahlt anscheinend unter Umständen manchen Menschen bis zu 5000 Euro für einen Umzug - und zeigt damit auf, auf wie teuer eine solche Behörde einen Umzug schätzt.

Eine Solche Summe ist von ALG II-Beziehern im allgemeinen nicht nur nicht aufzubringen, sie dürfen sie auch gar nicht aufbringen können!

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So lohnt sich ein Umzug

Stadt Frankfurt bezuschusst Wechsel in kleinere Sozialwohnung

Mit der Aktion "Wohnungstausch" zahlt das Amt für Wohnungswesen in Frankfurt Mietern von "unterbelegten" Wohnungen eine attraktive Prämie, wenn sie von einer großen in eine kleine Sozialwohnung umziehen.

[...]

Wer in Frankfurt lebt und dort seit mindestens fünf Jahren in einer Sozialwohnung wohnt, die ihm zu groß erscheint, der kann sich jetzt verkleinern - und eine Umzugsprämie von bis zu 5.000 Euro erhalten. Damit lassen sich Renovierung, Umzugsunternehmen und sonstige Kosten leicht bezahlen. [...]

Der Hintergrund der Aktion "Wohnungstausch" ist einleuchtend: Das Wohnungsamt benötigt dringend größere Wohnungen für bedürftige Familien mit Kindern. Man braucht sich hierfür lediglich beim Wohnungsamt registrieren lassen. Die Mitarbeiter dort helfen dabei, eine kleinere Sozialwohnung zu finden. Auch Umzüge in behindertenfreundliche oder -gerechte Wohnungen sowie Seniorenwohnungen sind möglich und werden prämiert. Die neue Wohnung muss hierfür mindestens 15 Quadratmeter kleiner als die bisherige sein. Bei frei finanzierten Wohnungen ist die Größe unbedeutend.

[...]

Bei Interesse einfach beim Amt für Wohnungswesen anrufen: Tel. 069 212-34708.

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Aus: Die Mieterzeitung, Zeitung des Deutschen Mieterbundes, Dezember 2006.

Das gilt natürlich nicht für Leute, die von der Arbeitsagentur zur Aufgabe der Wohnung aufgefordert wurden! Sondern nur für die, die eigentlich nicht umziehen müßten.



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