... der Abbau der Arbeitslosigkeit um rund 800000 (Februar 2006 bis Februar 2007) auf knapp über 4 Millionen Leute ist eher Schein als Wirklichkeit.
Denn dem steht nur ein Zuwachs der Erwerbspersonen von rund 540000 Beschäftigten gegenüber. Etwa 500000 dieser Jobs sind sozialversicherungspflichtig.
Wie lässt es sich erklären, dass die Arbeitslosigkeit stärker abnimmt als die Beschäftigung steigt? Normalerweise ist es in einer wirtschaftlichen Aufschwungphase eher umgekehrt: Die Beschäftigtenzahlen steigen stärker an als die Arbeitslosenzahl sinkt, weil zusätzlich zu bislang Arbeitslosen zahlreiche Menschen aus der statistisch nicht erfassten "stillen Reserve" eine Arbeit aufnehmen.
Des Rätsels Lösung: Die Bundesagentur für Arbeit hat in den letzten Monaten eine "systematische Überprüfung des Arbeitslosenstatus" vorgenommen, also bisher als arbeitslos registrierte Personen aus ihrer Statistik gestrichen. [Anm.: Auch aus dem Bezug?]
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Aber auch der Anstieg der Beschäftigtenzahlen um rund eine halbe Million ist mit Vorsicht zu genießen. Denn rund die Hälfte dieser Stellen sind in der Zeitarbeitsbranche entstanden. [...]
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