Wer der >Zuweisung in eine Eingliederungsmaßnahme im Rahmen des Bundesprogramms "Perspektive 50 plus"< (in Kassel heißt das Projekt DON) nicht nachkommt, muss mit den üblichen drastischen Sanktionen rechnen. Neben diesem Förderprogramm gibt es noch andere Maßnahmen u. a. für andere Altersgruppen, Gering-Qualifizierte usw., über die die Fallmanager Auskunft geben können.
DON = Demografische Offensive Nordhessen - ein Projekt, um über 50 Jährige wieder in Arbeit zu bringen (Start mit Vereinsgründung im Okt. 2005 - Projektdauer: 3 Jahre)
Auftraggeber:
Arbeitsförderung Kassel-Stadt GmbH (AFK)
Träger:
"Sozialpartner Nordhessen", Kassel, ein Verbund aus:
- dem Bildungszentrum Handel und Dienstleistungen e. V.
- der Deutschen Angestellten Akademie (DAA)
- der JAFKA-Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Aus- und Fortbildung mbH der Stadt Kassel
- dem Trägerverbund Berufliche Weiterbildung GmbH
- dem Verein für Sozialpolitik, Bildung und Förderung e. V. (VSB)
- und dem Bildungswerk der Nordhessischen Wirtschaft
Die "Sozialpartner Nordhessen" arbeiten eng mit den Vermittlern der AFK zusammen und fungieren als Integrationsmanager (Fallmanager).
Träger des Verbundes sind wiederum die nordhessischen Unternehmerverbände, die Gewerkschaft ver.di und die Stadt Kassel.
Begleiter/Unterstützer des Integrationsprozesses:
IHK, HWK, vhu-Verband (Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e. V., Geschäftsstelle Nordhessen) hess. Unternehmerverbände, Einzelhandelsverband Nordhessen, Gewerkschaften und Universität Kassel)
Ca. 3.000 ALG 2-Bezieher in Kassel sind 50 Jahre und älter. In den ersten 3 Jahren sollen 1.500 Personen betreut werden, davon insgesamt 150 in Beschäftigungsverhältnisse von mindestens 9-monatiger Dauer untergebracht werden.
Die Betreuung und Unterstützung für die berufliche Wiedereingliederung dauert 6 Monate, beinhaltet einen Integrationsplan mit Zielvereinbarungen - auch als Eingliederungsvereinbarung bekannt -und besteht aus
- einem Praktikum
- individueller Qualifizierung
- Beratung und Betreuung, um vorhandene, von der Qualifizierung unabhängige Vermittlungshemmnisse situations- und personenbezogen abzubauen
Bei Förderung der Existenzgründung durch ProGES (Pro Existenzgründungsberatung, -erhaltung, -sicherung der AFK) wird regelhaft geprüft, ob ein älterer Arbeitsuchender über eine gemeinnützige Arbeitsgelegenheit (Ein-Euro-Job?!) im Rahmen der lokalen Ökonomie als Berater seine Kompetenzen einem Existenzgründer zur Verfügung stellen kann.
Anmeldung zur Teilnahme am o. g. Projekt DON erfolgt über Fallmanager der AFK.
Wer Erfahrungen mit diesem oder anderen Projekten gemacht hat, kann sie uns gerne mitteilen.